Wie ich aus Versehen eine Bank ausraubte

Heute möchte ich Euch Jan Lehmann vorstellen. Er ist Hauptprotagonist im 2. Roman von Simon Bartsch ‚Wie ich aus Versehen eine Bank ausraubte‘ und nimmt uns mit auf eine abenteuerlustige Reise.

Jan ist ein junger Mann Anfang 20, der auf dem geistigen Stand eines Kindes ist. Seine „Komplizin“ ist Laura, eine hübsche Frau mit Tourette-Syndrom.

Die beiden wollen eigentlich nur etwas Geld abheben und befinden sich auf einmal im Abenteuer ihres Lebens.
image Inhalt:

Jan ist verliebt in Laura. Ein Teufelsweib! Sie macht die lustigsten Grimassen, schreit die tollsten Ausdrücke und mit ihr kann man einfach Pferde stehlen gehen. Und Geld. Denn mit der jungen Frau raubt der etwas einfältige Jan „unfreiwillig“ eine Bank aus. Unfreiwillig, weil Laura unter dem Tourette-Syndrom leidet.
Das ungleiche Paar macht sich mit der Beute auf eine Reise durch halb Europa. Ob als versehentlicher Drogenkurier in Brüssel, Roof Climber auf dem Eifelturm oder Karnevalsprinz vor dem Buckingham Palace – Jan ist bei seinen Aktionen stets in seinem Element und bei seinen Schilderungen im eigenen Blog sehr ausführlich.
Doch die plötzliche Berühmtheit reizt auch düstere Gestalten. Welche Rolle spielt der gemeinsame Psychologe von Laura und Jan in diesem Spiel? Was hat es mit dem findigen Journalisten Günter auf sich? Und warum verschwindet Laura ganz plötzlich mitsamt der Beute?
(Quelle: Kurzbeschreibung)

Der Roman ist der zweite von Simon Bartsch und ist im FeuerWerke Verlag erschienen.

Mein Eindruck:

Die beiden Freunde Jan und Laura werden liebevoll beschrieben und man lernt die ein oder andere „Macke“ kennen.
Gerade Laura mit dem Tourette-Syndrom wird einem detailliert nähergebracht und man erfährt einiges über die Erkrankung.
Hierbei wird aber nicht überspitzt, sondern man bekommt auch die „normale“ Seite an Laura zu sehen und man merkt, daß Tourette nicht gleich dumm bedeutet.

Die Reise führt die beiden an einige schöne Orte, wie Brüssel, Paris, Palma de Mallorca und London.
Die Beschreibungen sind auch hier sehr detailliert und man hat Sehenswürdigkeiten und andere Orte bildlich vor Augen und genießt die Schauplätze aus der Sicht des mental retadierten Jan.

Seine Empfindungen machen dieses Buch zu einem sehr sympathischen Werk und man möchte ihn einfach an der Hand nehmen und begleiten.
Seine kindliche Naivität und die Tics von Laura ließen einen das ein oder andere Mal schmunzeln. Lustig wurde sich hierbei aber nicht über die Erkrankungen gemacht. Im Gegenteil würde ich eher sehen, daß man sich mit Tourette und geistiger Behinderung auseinandersetzt und die Sichtweise positiv beeinflusst wird.

‚Wie ich aus Versehen eine Bank ausraubte‘ ist also nicht nur ein witziger Roman, sondern birgt eine bedeungsvolle Message: nur weil jemand anders als die Norm ist, kann er oder sie trotzdem liebenswert sein und ist ein wichtiger Bestandteil der Bevölkerung.

Für mich ist der Roman rundum gelungen. Simon Bartsch hat ein unterhaltsame und kurzweilige Geschichte geschrieben, die man immer wieder gern lesen wird.

Herzlichen Dank an dieser Stelle für das kostenlose Leseexemplar!
Wer mehr über den Autor erfahren möchte, sollte mal HIER schauen.
Übrigens: Zehn Prozent der Einnahmen kommen dem „InteressenVerband Tic und Tourette Syndrom e.V.“ zugute.

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2 Kommentare zu “Wie ich aus Versehen eine Bank ausraubte

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